Empathie

 

Coach sein ... heißt für mich ... über die klare Rolle des Beraters hinaus ... echt sein ... emotional aufmerksames und zugewandtes Sein ... sensibles, nicht urteilendes Verstehen ... den/die Andere/n erfahren und die Erfahrung mit ihm/ihr teilen ...

 

„Wenn es ein Geheimnis des Erfolgs gibt, so ist es das, den Standpunkt des Anderen zu verstehen und die Dinge mit seinen Augen zu sehen.“ - Henry Ford

 
 

Die Fähigkeit, sich in die Gedanken, Gefühle und das Weltbild von anderen hinein zu versetzen leitet sich vom griechischen Wort "empatheia" für "Einfühlung" ab. Empathie impliziert, Handlungen und Meinungen des Anderen so weit wie möglich zu erkennen und aus der Sichtweise und Perspektive des anderen zu interpretieren – zu verstehen. Dazu gehört auch, Menschen und ihre Beweggründe im Alltag und Berufsleben zu verstehen. Das kann auch Verständnis für Verhaltensweisen wie Geltungssucht, Profiliergehabe, Rechthaberei, Überheblichkeit (häufig ein Zeichen für einen Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstwert) sein. Mit Verständnis ist dabei nicht gemeint, etwas gut zu heißen. Einfühlungsvermögen bedeutet, zu verstehen, was mich oder einen anderen antreibt, motiviert und geprägt hat.

Zwei Gruppen von Menschen glauben häufig, auf Einfühlungsvermögen verzichten zu können. Die erste Gruppe umfasst Führungskräfte, die ihre Interessen durch ihre legitimierte Macht, ihren Status und ihre offiziell zugesprochene Führungsrolle durchsetzen. Sie nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Belohnungs- und Bestrafungsmechanismen, statt sich wirklich in die Menschen hineinzuversetzen, mit denen sie in befehlsartiger Form umgehen. Die andere Gruppe besteht aus vorwiegend technisch ausgebildeten und tätigen Menschen. Diese definieren sich und ihren Selbstwert häufig an ihrem fachlichen Know-how. Im Weltbild der "Techies" sind es primär Fachkompetenz, technischer Fortschritt und harte Fakten, welche den Erfolg ausmachen.

Einige erkennen, dass Fachwissen bei einer ganzheitlichen Sichtweise nicht der alleinige Faktor für Erfolg und Zufriedenheit im Berufsleben ist. Um mein Einfühlungsvermögen zu verbessern, kann ich drei Bereiche trainieren: Meine Fähigkeit verbessern, Menschen zuzuhören und deren Motive und Beweggründe zu erfahren. Ich kann meine Sinneswahrnehmung bezüglich der Körpersprache meiner Mitmenschen schärfen und drittens durch Kenntnis von Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehlern diese möglichst vermeiden. Es geht es dabei auch um das Erlernen bestimmter kommunikativer Strategien wie Fragetechniken , das Erlernen von " Aktivem Zuhören " und Menschenkenntnis .

 

 

Gerade beim Geben von Feedback und Kritik ist es wichtig, dem anderen konstruktiv Rückmeldung über sein Handeln und seine Ergebnisse zu liefern. Es ist notwendig, bei der Bewertung auch die Lage, Perspektive, Sichtweise, den Erfahrungshintergrund und die Fähigkeiten des Betroffenen zu berücksichtigen. Für die Kritik- und Konfliktkompetenz ist Empathie ein wesentlicher Schlüssel. Ich kann die (inneren) Streitparteien schneller auf den Boden "objektiver" Tatsachen holen, Verständnis für den jeweils anderen Standpunkt fördern und emotionale Eskalationen verhindern.

 

"Einer der Gründe, warum man in Konversationen so selten verständige und angenehme Partner findet, ist, dass es kaum jemanden gibt, der nicht lieber an das denkt, was er sagen will, als genau auf das zu antworten, was man zu ihm sagt." - Francois La Roche-Foucauld

 

http://www.testedich.de/quiz09/quizpu.php?testid=1089281673&katname=Emotionstests&katid=03